Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers und kommt unter anderem in Haut und Bindegewebe vor. Sie kann große Mengen Wasser binden und trägt damit wesentlich zu Spannkraft, Volumen und Elastizität der Haut bei.
Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch nicht nur die Qualität der Haut. Auch Fettkompartimente, Bindegewebe und knöcherne Strukturen des Gesichts verändern sich. Dadurch können Konturen an Definition verlieren, einzelne Bereiche absinken und Falten stärker sichtbar werden.
Hyaluronsäure-Filler sind speziell entwickelte Gele, die gezielt in unterschiedliche Gewebeschichten eingebracht werden können. Abhängig von ihrer Zusammensetzung und Festigkeit können sie sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen – von einer feinen Glättung bis hin zum gezielten Aufbau von Volumen und Kontur.
Für ein natürliches Ergebnis ist nicht nur entscheidend, wie viel Hyaluronsäure verwendet wird, sondern vor allem welches Produkt, in welcher Gewebeschicht und an welcher Stelle eingesetzt wird.
Weichere Filler eignen sich beispielsweise für besonders bewegliche oder empfindliche Bereiche. Strukturstärkere Produkte können dagegen dort eingesetzt werden, wo Kontur, Projektion oder Unterstützung des Gewebes gewünscht sind.
Die Auswahl erfolgt deshalb individuell nach Anatomie, Hautbeschaffenheit, Behandlungsregion und gewünschtem Ergebnis.
Ein gutes Ergebnis entsteht nicht durch möglichst viel Filler, sondern durch die richtige Entscheidung an der richtigen Stelle.
Hyaluronsäure kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Manchmal geht es um eine einzelne Falte, manchmal um etwas mehr Kontur oder darum, verlorenes Volumen wieder sanft auszugleichen.
Typische Bereiche sind zum Beispiel:
Wichtig ist: Nicht immer muss genau dort behandelt werden, wo eine Falte sichtbar ist. Oft liegt die Ursache etwas weiter oben oder daneben.
Deshalb schaue ich mir immer das ganze Gesicht an und nicht nur eine einzelne Linie.
Nicht jede Filler-Behandlung soll mehr Volumen machen.
Manchmal braucht ein Gesicht einfach etwas mehr Struktur an der richtigen Stelle. Zum Beispiel an den Wangen, am Kinn oder entlang der Kieferlinie.
In anderen Bereichen braucht es einen sehr weichen Filler, der sich gut mitbewegt und kaum auffällt.
Welcher Filler sinnvoll ist, hängt deshalb immer davon ab, wo wir behandeln und was wir erreichen wollen.
Mein Ziel ist nicht, möglichst viel zu spritzen, sondern möglichst gezielt.
Am Anfang steht immer ein persönliches Gespräch.
Wir schauen gemeinsam, was Sie stört, was realistisch ist und was zu Ihrem Gesicht passt.
Die Hyaluronsäure wird dann je nach Region mit einer feinen Nadel oder einer stumpfen Kanüle eingebracht.
Die Behandlung selbst dauert meist nicht lange. Danach können kleine Schwellungen, Rötungen oder blaue Flecken auftreten. Das ist normalerweise vorübergehend.
Meist sieht man direkt nach der Behandlung schon einen Unterschied.
Das endgültige Ergebnis sollte man aber nicht sofort beurteilen. Gerade am Anfang kann das Gewebe noch etwas geschwollen sein.
Nach einigen Tagen wirkt das Ergebnis meist deutlich ruhiger und natürlicher.
Das ist sehr unterschiedlich.
Es hängt davon ab, welcher Filler verwendet wurde, wo er eingebracht wurde und wie schnell der eigene Körper ihn abbaut.
In beweglichen Bereichen hält Hyaluronsäure oft etwas kürzer. Strukturgebende Filler können in anderen Regionen deutlich länger sichtbar bleiben.
Eine genaue Dauer lässt sich deshalb nie seriös für jedes Gesicht gleich versprechen.
Bei Fillern gilt für mich ganz klar: lieber gezielt als zu viel.
Ein schönes Ergebnis soll nicht nach „gemacht“ aussehen. Es soll einfach etwas frischer, harmonischer oder definierter wirken.
Oft sind kleine Veränderungen völlig ausreichend.
Wenn jemand merkt, dass Sie gut aussehen, aber nicht warum – dann ist das für mich ein schönes Ergebnis.
Auch eine Filler-Behandlung ist ein medizinischer Eingriff und sollte entsprechend ernst genommen werden.
Schwellungen oder kleine Blutergüsse sind relativ häufig und meist harmlos. Selten können aber auch ernstere Komplikationen auftreten.
Deshalb sind genaue anatomische Kenntnisse und eine saubere Technik besonders wichtig.
Ein Vorteil von Hyaluronsäure ist, dass sie bei Bedarf mit Hyaluronidase wieder aufgelöst werden kann.
Vor der Behandlung bespreche ich mit Ihnen immer offen, was sinnvoll ist, welche Risiken bestehen und wann ich von einer Behandlung eher abraten würde.
Entscheidend ist weniger das Alter als die individuelle Anatomie und der Behandlungswunsch. Hyaluronsäure kann sowohl zum Ausgleich erster Volumenverluste als auch zur gezielten Konturierung eingesetzt werden. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, klären wir immer individuell.
Am Behandlungstag sollten starke körperliche Belastung, Sauna, intensive Hitze und Alkohol möglichst vermieden werden. Druck oder Massage der behandelten Bereiche sollte nur erfolgen, wenn dies ausdrücklich empfohlen wurde. Bei ungewöhnlich starken Schmerzen, ausgeprägten Hautveränderungen oder anderen auffälligen Beschwerden sollte man sich umgehend melden.